10. August 2026
Harz: Teufelsmauer für Deutschlands Naturwunder 2026 nominiert
Wer zum ersten Mal vor den schroffen Sandsteinfelsen der Teufelsmauer steht, versteht schnell, warum sich seit Jahrhunderten Mythen und Legenden um diese außergewöhnliche Landschaft ranken. Wie eine gewaltige Mauer ziehen sich die markanten Felsen durch das nördliche Harzvorland – ein Naturdenkmal, das gleichermaßen Geologen, Wandernde und Naturfreunde fasziniert. Nun hat die Teufelsmauer die Chance, auch bundesweit noch mehr Aufmerksamkeit zu erhalten: Sie ist für die Naturwunderwahl 2026 nominiert.
Mit der gemeinsamen Initiative der Heinz Sielmann Stiftung und des Deutschen Wanderverbandes werden jedes Jahr außergewöhnliche Naturphänomene in Deutschland in den Mittelpunkt gerückt. Gesucht werden Landschaften, die zum Staunen einladen, spannende Geschichten erzählen und zugleich wertvolle Lebensräume für seltene Tier- und Pflanzenarten sind. Genau dafür steht die Teufelsmauer.
Wo Erdgeschichte auf Sagen trifft
Die rund 80 Millionen Jahre alten Sandsteinfelsen zählen zu den bedeutendsten Geotopen Deutschlands. Entstanden sind sie durch tektonische Hebungen und die unermüdliche Arbeit von Wind und Wasser. Doch wer an der Teufelsmauer entlangwandert, begegnet nicht nur Erdgeschichte. Der Volksmund erzählt bis heute, der Teufel selbst habe die gewaltige Mauer in nur einer Nacht errichtet – eine Sage, die der Felsformation ihren unverwechselbaren Namen verliehen hat.
Mindestens ebenso beeindruckend ist ihre ökologische Bedeutung. Die nährstoffarmen Böden bieten spezialisierten Pflanzen ideale Lebensbedingungen. Zwischen den Felsen finden Wanderfalken, Fledermäuse, Zauneidechsen und Schlingnattern wertvolle Rückzugsorte. Diese Verbindung aus einzigartiger Geologie, faszinierenden Geschichten und hoher Artenvielfalt macht die Teufelsmauer zu einem besonderen Naturerlebnis.
Neun Naturwunder – eine Entscheidung
Neben der Teufelsmauer, die für das Land Sachsen-Anhalt ins Rennen geht, stehen acht weitere beeindruckende Naturschauplätze zur Wahl. Dazu gehören das Brenner Moor (Schleswig-Holstein), der Wiltinger Saarbogen (Rheinland-Pfalz), der Badberg (Baden- Württemberg), der Druidenstein (Rheinland-Pfalz), die Moorlandschaft Alperstedter Ried (Thüringen), die Bruchhauser Steine (Nordrhein-Westfalen), der Zittauer Steinzoo (Sachsen) und die Saalfelder Feengrotten (Thüringen).
Abgestimmt werden kann vom 10. August bis 27. September 2026 online. Wer seine Stimme abgibt, unterstützt nicht nur seinen Favoriten, sondern hat außerdem die Chance auf attraktive Preise – darunter eine Safari durch Sielmanns Naturlandschaft Wanninchen mit Übernachtung, hochwertige Wander- und Tourenrucksäcke, Outdooractive-Abonnements sowie weitere Gewinne.
Schützenswerte Felslandschaft erleben
Wer die Felslandschaft selbst entdecken möchte, findet auf dem Teufelsmauerstieg zwischen Ballenstedt und Blankenburg beste Voraussetzungen. Gut ausgeschilderte Wanderwege führen entlang der spektakulären Felsen und eröffnen immer wieder weite Ausblicke über den Harz und das Harzvorland. Informationstafeln vermitteln Wissenswertes zur Geologie sowie zur Tier- und Pflanzenwelt. Am Königstein bei Weddersleben lädt der Teufelsmauergarten dazu ein, die typische Flora der Region kennenzulernen.
Die Naturwunderwahl möchte Menschen dazu ermutigen, die Vielfalt der heimischen Landschaften neu zu entdecken. Denn wer besondere Orte erlebt, versteht oft auch besser, warum sie schützenswert sind. Die Teufelsmauer ist dafür ein eindrucksvolles Beispiel – als geologisches Fenster in die Erdgeschichte, als Lebensraum seltener Arten und als sagenumwobenes Wahrzeichen des Harzvorlandes.
Weitere Informationen und die Möglichkeit zur Abstimmung gibt es unter: www.sielmann-stiftung.de/naturwunder
Buchtipp
45 weitere Erlebnisse im Harz findet Ihr in dem Buch Harz – HeimatMomente: 45 Mikroabenteuer zum Entdecken und Genießen unserer Autorin Anke Fietzek: https://360grad-medienshop.de/hm-harz
Über das Buch:
Der Harz, das höchste Mittelgebirge im Norden Deutschlands, erfreut sich immer größerer Beliebtheit bei seinen Besuchern. Dennoch findet man hier noch viele Punkte, die abseits des Mainstream-Tourismus liegen. Die grandiose Natur, geologische Highlights, die große Artenvielfalt der hier noch wildlebenden Tiere, mystische Burgruinen und Schlösser sowie unzählige Wellnessangebote versprechen Abenteuer, Lebensfreude und Entschleunigung. Egal ob im Sommer oder Winter, ein Kurztrip oder ein längerer Aufenthalt – eine Reise in den Harz bietet ein abwechslungsreiches Spektrum an Unternehmungen.
Dieses Buch beschreibt 45 Mikroabenteuer, die einfach glücklich machen: Aussichtspunkte mit fantastischen Panorama-Blicken, idyllische und abenteuerliche Wanderungen, Tierbegegnungen, Hawaii-Feeling, besondere Unterkünfte und kulinarische Highlights. Geheimtipps der Einheimischen und regionale Produkte versprechen ein authentisches 360-Grad-Erlebnis in dieser wunderbaren Region. Dieser Reiseführer ist perfekt für alle, die den Harz entdecken und erleben statt nur bereisen möchten.
Über die Autorin: Anke Fietzek, freie Journalistin, Autorin und Fotografin, lebt und arbeitet seit fast 15 Jahren in ihrer Wahlheimat, dem Harz. Zusammen mit ihrem Mann, einem gebürtigen Harzer, erkundet sie regelmäßig die Region. Besonders die grandiose Natur und die Tierwelt haben es ihr angetan. Auf ihren Wanderungen durch den Nationalpark darf die Kamera nicht fehlen, um einzigartige Momente und Begegnungen festzuhalten. Fast täglich ist die Autorin im Harz unterwegs, immer auf der Suche nach dem nächsten Abenteuer und der ein oder anderen Kuriosität. Nach ihren Veröffentlichungen über Australien und USA hält sie nun ihre Faszination und Liebe für den Harz in diesem Buch fest.
Beitragsbild: Die Teufelsmauer. Foto: Krauß | Harzverband e.V.







