Niedersachsen: Nachhaltige und wildromantische Naturerlebnisse

15. März 2022

Niedersachsen: Nachhaltige und wildromantische Naturerlebnisse

Im zweitgrößten Bundesland Niedersachsen warten noch ruhige und urtümliche Landschaften auf Wanderer, Radfahrer und Naturfreunde: Die Regionen Solling-Vogler, Wendland, Emsland und Osnabrücker Land laden zu Entdeckungen ein.

Steile Klippen und stille Moore

Niedersachsens erste
Niedersachsens erste "Qualitätsregion Wanderbares Deutschland" erschließt die Gebirgszüge Solling und Vogler. Photo Credit: djd | TMN | German Roamers | Johannes Becker

Der Naturpark Solling-Vogler umfasst zwei Gebirgszüge zwischen Weser und Leine. In Niedersachsens erster "Qualitätsregion Wanderbares Deutschland" liegen dichte Wälder und sanfte Wiesentäler, mystische Moore und steile Klippen. Hier verläuft der Weserbergland-Weg als prämierte Etappenroute vom Ursprung der Weser in Hann. Münden bis zur Porta Westfalica, aber auch zahlreiche, gut markierte Rundwege befinden sich in dieser Gegend. Der Ith-Hils-Weg führt über den längsten Klippenzug Norddeutschlands. Unter www.reiseland-niedersachsen.de sind alle Wander- und Radtouren in interaktiven Karten zu finden.

Artenvielfalt an der Elbe

Die unberührte Elbtalaue im Wendland beherbergt viele seltene Tierarten. Photo Credit: djd | TMN | Jürgen Borris
Die unberührte Elbtalaue im Wendland beherbergt viele seltene Tierarten. Photo Credit: djd | TMN | Jürgen Borris

Lange lag das Wendland abgeschieden im ehemaligen Zonenrandgebiet, so hat es seine artenreichen Naturlandschaften bewahrt. Im Biosphärenreservat Niedersächsische Elbtalaue, zwischen Dünen und Moränen aus der letzten Eiszeit, leben gefährdete Tiere wie Kranich und Wachtelkönig, Niedersachsens größte Kolonie an Weißstörchen und der fast ausgestorbene Elbebiber. Auf Rad- und Wandertouren laden Hofcafés in den historischen Rundlingsdörfern ein. Und in Hitzacker können die Gäste im Destinature Dorf in nachhaltigen Holzhütten schlafen, ausgezeichnet mit dem Deutschen Tourismuspreis und dem ADAC-Publikumspreis.

Torfkähne und Hünengräber

Im Emsland warten zahlreiche urzeitliche Hünengräber auf Entdecker. Photo Credit: djd | TMN | Dieter Schinner
Im Emsland warten zahlreiche urzeitliche Hünengräber auf Entdecker. Photo Credit: djd | TMN | Dieter Schinner

Zwischen der Nordsee und der niederländischen Grenze fallen den Reisenden sofort die langen Kanäle und malerischen Klapp- und Zugbrücken ins Auge. Hier fuhren einst Torfkähne zu den Häfen an der Ems. Das flache Emsland ist ideal zum Radfahren: Ein lückenloses Radwegenetz verbindet all die Bauerndörfer zwischen Papenburg, Meppen und Lingen auf kleinen Nebenstraßen. An der Moorerlebnisroute liegen idyllische Seen, historische Windmühlen und das Emsland Moormuseum mit einem erlebnisreichen Außengelände und spannenden Ausstellungen. Und die Straße der Megalithkultur führt zu mächtigen Hünengräbern aus der Steinzeit.

Grenzgänger auf alten Schmugglerpfaden

Grenzgängerroute durch das Osnabrücker Land. Photo Credit: djd | Tourismusgesellschaft Osnabrücker Land | Christoph Steinweg
Grenzgängerroute durch das Osnabrücker Land. Photo Credit: djd | Tourismusgesellschaft Osnabrücker Land | Christoph Steinweg

Zwischen Teutoburger Wald und Wiehengebirge liegt das Osnabrücker Land mit seinen grünen Höhenzügen, weiten Flussauen und alten Schlössern. Im Natur- und Geopark TERRA.vita sind 300 Millionen Jahre Erdgeschichte zu erleben, rund um Dinosaurierspuren in einem Steinbruch. Radurlauber können auf der Grenzgängerroute Teuto-Ems auf alten Schmugglerpfaden und Handelswegen mehr als ein Dutzend historische und aktuelle Grenzen überqueren. Und auf dem Baumwipfelpfad Bad Iburg geht es hoch hinaus.

Beitragsbild: Im weitläufigen Wendland gibt es sie noch, die Ruhe der Natur. Photo Credit: djd | TMN | Markus Tiemann